Auch heute hat Gil wieder super gearbeitet, ich bin sehr zufrieden, so viel vorne weg. Heute war der zweite Tag des JP/R Vorbereitungstraining mit Norbert Theuerkauf.
Schleppe
Mit einem Winkel
Als erstes haben wir eine Hasen-Schleppe mit einem Winkel geübt. Im ersten Training hatten wir ja noch komplett ohne Winkel trainiert. Auch diesmal haben wir wieder mit Schleppleine trainiert, ich habe die 15 Meter Leine allerdings ganz hinten gehalten.
Gil hat die Schleppe schön gearbeitet, am ersten Knick war sie dann etwas irritiert, weil sie dachte da müsste doch der Hase liegen. Sie hat aber schnell die Witterung wieder aufgenommen und ging weiter. Gil hat den Hasen aber leider nicht direkt aufgenommen, sondern musste von mir dazu animiert werden. Dann hat sie ihn aber ohne Socken drüber zurück bis zum Schleppenstart getragen. Und das obwohl wir mit dem Hasen garnicht mehr trainiert hatten.
Mit zwei Winkeln
Direkt im Anschluss haben wir eine Schleppe mit zwei Wickeln gearbeitet. Man konnte sehen, dass sich die Hunde bereits an den Winkelmarkierungen orientiert haben. Daher werden die Markierungen beim nächsten Training wegfallen.
Auch bei dieser Schleppe zeigte Gil das gleiche verhalten wie bei der ersten Aufgabe. Hat aber auch die jetzt schon sehr lange Strecke gut abgearbeitet.
Freiverloren suche
Einfaches Gelände ohne Bodenwuchs
Nach der Mittagspause machten wie dann mit der Freiverlorensuche weiter. Erstmal ging es in ein übersichtliches Waldgelände mit wenig Bodenwuchs, es kam Seitenwind von links. Im ca. 20 x 20 Meter großem Suchengebiet waren zwei Hasen und zwei Enten versteckt.
Da der Wind von links kam habe ich Gil auch schräg nach links abgesetzt, so dass sie in den Wind läuft und gut Witterung bekommt. Sie ging auch schnell ins Suchengebiet rein und begann mit der Suche. So kam Gil schnell zum Erfolg, aber nahm ihr Fundstück leider nicht direkt auf. Deshalb musste ich mit ins Gelände und motivierte sie spielerisch ein wenig, dann trug sie das Wild bis zum Ausgangspunkt zurück und gab es mir in die Hand. Die anderen Stücke suchte sie mit genau so großer Intensivität, brauchte aber auch Unterstützung bei der Aufnahme.
Schwierigeres Gelände
Die zweite Freiverlorensuche machten wir in einem größeren Gelände. Es könnte schon die Größe von 50 x 50 Metern gehabt haben, wie es in der zur Zeit noch gültigen JP/R Prüfungsordnung gefordert ist. Die Fläche war für den Hundeführer nicht vollständig einzusehen, es waren Gräben drin, viele umgefallene Bäume, Unterholz, sowie teilweise Bodenbewuchs. Auch hier waren zwei Enten und zwei Hasen versteckt. Der Wind kam diesmal von rechts.
Ich habe Gil schräg nach rechts angesetzt, damit sie erstmal wieder in den Wind arbeitet und gut Witterung bekommt. Das Gelände fand sie Klasse, wie ein Eichhörnchen huschte sie durch das unwegsame Gelände. Auch hier wurde die Kleine schnell fündig und brauchte wieder Motivation um das gefundene Wild aufzunehmen. Jedoch brachte sie, obwohl sie sichtbar müde war, das Fundstück schön zum Ausgangspunkt zurück.
Resumee
Das Training war wieder sehr intensiv, seit wir zu hause sind liegt Gil in ihrer Kudde und schläft. Gil hat sehr gut gearbeitet und war auch vom Gehorsam wirklich gut.
Unsere Übungsaufgabe für diese Woche ist klar, das Aufnehmen und bringen von Wild. Womit ich jetzt auch gelernt habe, dass das Aufnehmen und Tragen von geworfenem Wild nicht zu vergleichen ist mit der Aufnahme und dem Bringen von gesuchtem Wild. Ich denke dabei hemmen Gil das Gewicht und die unhandliche Form des Wildes. Das ist für sie noch so ungewohnt, dass es sie zu stark irritiert, wenn dann noch der motivierende Reiz fehlt. Ein ähnliches Problem hatten wir beim Umstieg von Welpen- auf Standarddummys, daher sehe ich da kein Problem, mit viel Fleiß und Geduld bekommen wir das schon hin.
Ach ja, außerdem habe ich gelernt wie anstrengend Nasenarbeit für kleine Gillys ist, die ist wirklich platt.
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