Gil war beim dritten Vorbereitungstraining mit Norbert Theuerkauf für die JP/R. Das Training fand wieder in Waldbröl statt und ging von morgens 9.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr.
Nach der Schleppe waren wir zu Mittag und die Hunde durften mit ins Restaurant. Die waren alle total ausgeglichen und haben sich nicht gemuckt. Außer natürlich Gil, die hat sich im Schlaf mal erschrocken als die Kellnerin kam und dann kurz gebellt. Aber die kleine Maus hört Gott sei dank direkt wieder auf. Nun zu den Trainingseinheiten.
Schleppe
Die diesmalige Übung für die Schleppe haben wir unter Prüfungsbedingungen gemacht. Das heißt die Schleppe hatte eine gesamte Länge von 300 Metern mit drei 90 Grad Winkeln. Die Hunde waren diesmal nicht an der Schleppleine, sondern konnten frei laufen. Für jeden Hund wurde eine neue Schleppe auf unbelastetem Gelände gezogen, um ein wenig das Tempo zu drosseln wurden alle Schleppen berg auf gezogen. An den Winkeln gab es keine Markierungen, so dass auch der Hundeführer keine Orientierung hatte.
Gil
Gil hat die Schleppe schnell aufgenommen und ist ihr anfangs gut gefolgt. Bis sie sich auf einmal nicht von mir lösen wollte, sie ging einfach nicht weiter und schaute immer nach mir. Auch ein weiteres motivieren mit dem Kommando such Schleppe brachte keinen Erfolg. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, wo sie sonst so selbstständig ist.
Erst als ich ihr langsam nach ging hat sie die Spur wieder aufgenommen und ist auch bis zum Hasen gekommen. Leider hat sie ihn wieder nicht aufgenommen. Nach dem ich sie mit dem Hasen animiert hatte und ihn ein Stück weg warf nahm sie ihn auf und brachte ihn mir in die Hand.
Wasserarbeit
Erste Übung
Nach der Mittagspause ging es dann ans Wasser. Zuerst flog vom Seitenufer für jeden Hund einzeln eine Ente in ca. 20 Meter Entfernung ins Wasser, während die anderen Hunde im Auto warteten. An dieser Stelle des Ufers ging es relativ seicht in Wasser. Es gab zwei Durchgänge, so dass jeder Hund nach einer kleinen Pause im Auto einen zweiten Versuch hatte.
Gil
Beim ersten Mal ging Gil ohne Probleme ins Wasser und brachte auch die Ente. Sie legte das Federvieh zwar vor mir ab, aber sie schüttelte sich wenigstens nicht mit ihr.
Beim zweiten Versuch wollte Gil nicht mehr ins Wasser sondern rändelte. Als sie dann wieder an die Leine kam und ein anderer Hund die Ente holen durfte war sie ganz aufgeregt. Doch trotzdem wollte sie die nächste Ente wieder nicht holen, so dass auch diese wieder der andere Hund holen durfte, wieder platzte Gil vor Aufregung.
Noch immer schwamm in ca 20 Meter Entfernung eine Ente im Teich, als Norbert ca 5 Meter vor Gil eine Ente ins Wasser schmiss. Darauf hin holte Gil erst die entfernte Ente und dann aus eigenen Stücken noch die Nähere.
Zweite Übung
Auch diese Übung absolvierten die Hunde einzeln, während die Anderen im Auto warten mussten. Diesmal gingen wir an ein Uferstück an dem es schon was steiler ins Wasser ging. Am gegenüber liegenden Ufer stand der Werfer mit einer 6mm Schreckschusspistole, und feuerte in die Luft bevor er die Ente warf. Zwischen den beiden Ufern lagen zwei kleine Inseln mit Bewuchs, auf der Seite des Werfers war der Uferbereich flacher und bewachsen. Die Entfernung von Ufer zu Ufer schätze ich auf 40 Meter.
Jeder Hund bekam eine Ente halb hinter die größere der beiden Inseln geschmissen und musste die Ente auch wieder zurück durch das Wasser bringen, auch wenn das gegenüber liegende Ufer näher gewesen ist für den Hund. Nach dem der Hund diese apportiert hatte, bekam er eine zweite mit Schuss geschmissen.
Gil
Ohne Konkurenz zu haben Gil ging diesmal ins Wasser. Sie rändelte zwar ein wenig, aber ging dann schließlich doch ins Wasser. Sie ging nicht am andere Ufer aus demWasser, sondern brachte die Ente wie es sich gehört auf direktem Weg schwimmend zu mir. Die zweite Ente gab sie mir sogar brav in die Hand.
Resumee
Die Schleppe gefiel mir schon gut, dafür dass sie diese erst zum dritten Mal geübt hat. Der Rest ergibt sich, mit weiteren Übungseinheiten kommt auch mehr Sicherheit und dann wird sie sich auch lösen.
Für Wasserarbeit war es ganz schön kalt, das habe ich daran gemerkt wie kalt die Enten waren die Gil apportiert hat oder wenn ich selbst für andere geschmissen habe. Dass Gil nicht von sich aus ins Wasser ging war äußerst ungewöhnlich. Damit hat die sonst nie ein Problem, selbst wenn nichts zum apportieren da ist geht sie gerne ins Wasser. Unverhofft kommt oft.
Aber eine Erwartung hat sich erfüllt, im Wasser nimmt Gil das Federvieh ohne weitere Motivation von außen auf, was sie an Land noch nicht immer tut. Und das Bringen ist wirklich toll, finde ich.
Die Fotos vom Wassertraining setze ich ein sobald ich diese habe
