Archiv nach Kategorien: Dummyarbeit

Dummytraining

In unserem wöchentlichen Dummykurs hatte wir diesmal Aufgaben die auf einer Variation der Uhr  aufbauen. Auf der Mitte der Wiese steckt ein Stab als Startpunkt, von hier aus geht es in drei unterschiedliche Richtungen.

Auf 12 Uhr ca. 20 Meter auf einen Waldrand zu, auf 3 Uhr ca  50 Meter auf einen Weg mit einem Hochsitz und was Gebüsch zu. Auf ca. 10 Uhr ungefähr 80 Meter in eine dicht bewachsene Ecke mit einem umgefallenen Baum am Waldrand.

1. Aufgabe

2 Hunde sitzen nebeneinander und holen abwechselnd jeweils eine Markierung und ein Halbblind auf 3 Uhr. Die restlichen Hunde sitzen abseits in einer Line und schauen zu.

2. Aufgabe

Wie Aufgabe 1 jedoch wurden die Markierung und das Halbblind auf 12 Uhr gearbeitet.

3. Aufgabe

Wieder wie Aufgabe 1 jedoch wurden auf 10 Uhr mehrere Dummys als Halbblind ausgelegt bevor die Markierung an der selben Stelle geworfen wurde. Der erste Hund sollte die Markierung holen ohne mit den Halbblinds zu tauschen, der zweite holte danach ein Halbblind natürlich auch ohne zu tauschen. Jeder Hund holte wieder jeweils eine Markierung und ein Halbblind.

4. Aufgabe

Jetzt stellte sich in der Mitte in jede Richtung jeweils ein Hund auf. Die Hundeführer auf 12 Uhr und 10 Uhr brachten ihre Hunde ins Sitz und gingen auf die Positionen wo die Dummys ausgelegt wurden. Die Hunde mussten unangeleint in der Mitte sitzen bleiben. Dann legten die Personen auf 12 Uhr und 10 Uhr die Dummys mit Geräusch aus und blieben dort stehen.

Schließlich wurde auf 3 Uhr eine Markierung geworfen und von dem Hund auf dieser Position geholt. Die anderen beiden Hunde mussten sitzen bleiben, und das obwohl ihre Hundführer von ihnen entfernt standen.

Als die Markierung apportiert worden war, gingen die beiden Hundeführer auf 10 und 12 Uhr wieder zu ihren Hunden zurück und schickten nacheinander ihre Hunde auf das ausgelegte .

Zuerst wurde der Hund auf 10 Uhr auf den langen Weg geschickt. Während dieser auf dem Rückweg war wurde der Hund auf 12 Uhr geschickt.

Danach wurden die Positionen gewechselt, so dass jeder mal auf allen Positionen gearbeitet hat.

5. Aufgabe

Zum Schluss gingen nochmal alle Hunde in eine Line und wurden jeweils auf ein Blind geschickt und eine Markierung. Als Anti-Tausch-Übung waren wieder mehrere Dummys ausgelegt.

Resumee

Für waren die ersten drei Aufgaben gar kein Problem, auch die weite Entfernung bekam sie gut hin und markierte auch genau. Sie ging schön schnell und gerade raus und brachte auch in die Hand zurück. Kein tauschen und leise beim warten und zuschauen, was will man mehr.

Bei Aufgabe 4 begannen die Schwierigkeiten, dass man Gil noch nicht absetzen oder ablegen und sich von ihr entfernen kann wissen wir ja. Das ging natürlich auch jetzt nicht ohne Leine. Doch zu dem begann Gil auch wieder mit ihren Clowneinlagen und raste mit dem Dummy in die Büsche oder ging zum Dummy und amüsierte sich dann selbst.

Also durfte sie bei der Aufgabe 5 auch keinen Dummy mehr holen, sondern nur in der Line mitstehen.

Trotzdem bin ich aber mit den ersten drei Aufgaben sehr zufrieden, die zeigen eben, dass Gil verstanden hat worum es geht.

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Dummytraining so gut wie nie

Wir waren heute, wie an jedem Freitag beim Dummytraining mit Norbert Theuerkauf in Much. Es waren alle sieben Hunde der Gruppe da und Norbert hatte sich wieder interessante Aufgaben überlegt. Es  hat fast die ganze Zeit geregnet, teilweise geschüttet und war relativ windig.

Trainingsaufbau

Wie immer hat Norbert ein klar aufgebautes Training vorbereitet, das er zwar immer ein wenig anpasst, je nachdem wie es gerade läuft, aber man merkt schon, dass er sich vorher viele Gedanken macht, wer, was, wie trainieren muss.

Erste Übung

Zuerst kamen immer drei Hunde in eine Line, um auf ca. 35 Meter Entfernung durch einen fast genau so breiten und ca. 3 Meter tiefen Graben hindurch Markierungen zu arbeiten (Man verzeihe mir mein schlechtes Augenmass). Norbert sagte an, welcher Hund zum Apport geschickt werden sollte.

machte zwar einen Frühstart, hatte aber gut markiert und brachte auch super zurück. Ich legte in der Pause direkt eine Spielsession mit anschliessender Unterordnung ein um die Spannung hoch zu halten. Außerdem hatte sich das Schema ja schon im Einzeltraining bewährt Icon Wink in

Zweite Übung

Danach wurde die gleiche Übung mit Pistolenschuss trainiert, was den Hunden interessanter Weise wesentlich leichter viel.

Diesmal hatte ich an Gil wirklich nichts auszusetzen, das hat sie echt schön gearbeitet.

Dritte Übung

Um die Schwierigkeit zu erhöhen wurden in der dritten Aufgabe mehrere Dummys für die Hunde ausgelegt und beschossen, dann wurden auch diese apportiert. Ich schicke die Gil immer mit dem Befeht voran, wenn nichts fliegt. Andere wiederum verwenden den Befehl apport wenn der Hund sehen konnte, wie das Dummy ausgelegt wurde. Ich denke das ist Ansichtssache. Hier war es auch wichtig, dass der Hund nicht tauscht.

Bei dieser Übung wollte Gil erst tauschen, hat dann aber doch auf meinen Hierpfiff reagiert und kam schön zurück.

Vierte Übung

Bei der vierten Aufgabe stellten sich alle sieben Hunde in die Line. Gegenüber der Line war wieder der Graben, hinter dem einige beschossene Dummys  auslagen. Von der Line aus gesehen links stand Norbert im Wald und warf eine beschossene Markierung. Jetzt sollte der Hund ganz rechts in der Line an den anderen Hunden vorbei die Markierung holen. Der Hund sollte eben nicht den konfliktfreieren Weg über den Graben nehmen, sonder parallel zur Line an den anderen Hunden vorbei laufen. Dann stellte sich der eben aktive Hund ganz links an und alle rückten auf.

Auch hier gab es nichts zu meckern. Vielleicht hätte sie einmal besser markieren können, vielleicht!

Fünfte Übung

Zur Steigerung wurde in der nächsten Runde zur beschossenen Markierung ein Blind ausgelegt. Nach dem der Hund ganz rechts in der Line apportiert hatte, wurde unverzüglich der Hund ganz links in der Line auf das Blind geschickt.

Jetzt hatte ich Schwierigkeiten die schon etwas müde Gil in der Konzentration zu halten. Daher saß sie nicht gerade Fuß, ich habe sie aber trotzdem voran geschickt auf den Blind. Daraufhin wurde aus der geraden Linie ein Bogen. Gil hat es aber dann irgendwie doch noch hinbekommen. Die Markierungen waren jedoch kein Problem.

Sechste Übung

Im Finale wurden dann die vor Ewigkeiten ausgelegten Dummys auf der anderen Seite des Grabens geholt. Aber natürlich sollte es nicht so einfach sein. Erst wurde vom Hund links in der Line eine beschossene Markierung aus dem Wald links neben der Line geholt. Erst dann wurde unverzüglich der Hund ganz rechts in der Line durch den Graben gegenüber  auf die ausgelgten Dummys geschickt.

Dieses Voran endete vorzeitig in einer Suche am tiefstem Punkt des Grabens. Gil schaute aber auf mein Rufen hin und ließ sich dann doch noch einweisen. Dann tauschte sie jedoch munter, ließ sich aber mit meinen Motivationstänzen und gillygillygilly…-Jodelgesängen samt einem Dummy im Maul zurück rufen.

Resumme

Das Training hat ca. 2 bis 2,5 Stunden gedauert. Den Hunden hat man die Anstrengung am Schluss schon sehr angemerkt, vor allen an der Konzentration. Durch die abwechslungsreichen Aufgaben war Gil gut konzentriert und hat so gut gearbeitet wie lange nicht mehr.

Für die Hundeführer stellte sich mal wieder heraus, wie wichtig es ist für sich selbst die Konzentration hoch zu halten, diszipliniert zu arbeiten und in den eigenen Pausen nicht die Spannung zu verlieren. Ansonsten fällt es den Hunden noch schwerer wieder in die Arbeit hinein zu finden.

Mein eigens Resumee für Gil lautet: Sie kann es, trotz Flausen im Kopf.

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Dummy – Trainingsaufbau – Teil 1 Struktur

Einleitung

Das Jahr hat gerade begonnen und schon geht es mit dem Training wieder los. Nach einem teilweise chaotischem Jahresende 2010 für die ganze Familie, sind wir bemüht das neue Jahr aktiv zugestalten und für klare Strukturen zu sorgen. Dies spiegelt sich auch in der Trainingsgestaltung von wieder.

Mit einem regelmäßigen, systematischen und abwechslungsreichen Training konnten wir schon zeitweise im letzten Jahr erheblich bessere Ergebnisse erzielen, was ja auch nicht weiter verwunderlich ist Icon Wink in

Wochenplanung

Mit drei -Trainigseinheiten die Woche zeigte Gil die beste Leistung. So entstand der folgende Wochenplan für das Dummytraining:

Freitag – Dummytraining mit Norbert Theuerkauf

Bei Norbert genießen wir ein sehr indiduelles Training in einer kleinen Gruppe von maximal 6 Personen, wenn denn mal alle anwesend sind. Abwechsungsreiche Aufgaben in einem interessanten Gelände bringen uns eine große Freude an der Arbeit.

In sämtichen Aufgaben wird viel Wert auf Steadiness und Gehorsam (Unterordung) gelegt. Doch über die inhaltliche Gestaltung (Didaktik) möchte ich ein anderesmal berichten.

Die Vorgehensweise (Methodik) besteht aus praktischen Übungen einzeln, paarweise und in der Gruppe werden Aufgaben wiederholt und in der Wiederholung vom Schwierigkeitsgrad und der Intesität variiert.

Ein wesentlicher Bestandteil der Wirksamkeit ist meines Erachtens auch das Training in der Gruppe, mit Workshop flaire. Zum Einen gilt hier der alte Handwerkerspruch aus der Lehre:

“Am besten klauen kannst du mit den Augen“.

Zum Anderen ist der Blick und die Kritik von außenstehenden Personen ein wichtiger Aspekt um die Selbstwahrnehmung zu schulen. Viele Dinge, gerade im eigenen Bewegungsablauf des Hundeführers, geschehen unterbewusst und werden selbst gar nicht oder anders wahrgenommen.

Außerdem trifft man in der Gruppe immer wieder auf Leidensgenossen, die ähnliche Probleme haben oder hatten. Der rege Austausch über die vielseitigen Möglichkeit der Trainingsvariationen und dem emotionalen Umgang mit Misserfolgen, machen dieses Training so wertvoll.

Montag und Mittwoch

An diesen Tagen wiederhole ich mit Gil Aufgabenstellungen von freitags und arbeite an Schwachpunkten, teilweise hole ich mir hierzu auch Anregungen aus diverser Literatur und Medien. Ich lasse aber auch Einflüsse aus anderen Workshops einfließen oder probiere eigene Ideen aus. Bei diesen Trainingseinheiten bin ich mit Gil alleine unterwegs, so dass keine Ablenkung durch die Familie zu erwarten ist.

Trainingsaufbau

Im folgenden werde ich kurz den Aufbau des eigenen Einzeltrainings skizzieren. Auch hier soll es erstmal nur um Strukturen und nicht um detailierte Inhalte gehen. Das Training dauert je nach Intensität zwischen 1,5 und 2,5 Stunden, in seltenen Fällem auch drei Stunden. Ich bemühe mich die Wegstrecken (ca. 5 bis 10 km) von Training zu Traing zu wechseln. Jedoch verwende ich für die Trainingseinheiten zur Zeit immer die gleichen Wiesen. Der freie Kontakt zu anderen Hunden findet ausschließlich auf den ausgewiesenen Hundefreilaufflächen außerhalb der Arbeisphasen  statt.

lockerer Aufbruch

Die ersten 10-15 Minuten gehen wir einfach spazieren. Gil darf sich frei bewegen und herum schnuppern. Langsam führe ich sie in die Unterordung über und gebe mit der Hundepfeife die ersten Kommandos, die mit Leckerchen positiv verstärkt werden.

Unterordnung und Leinenführigkeit

Schließlich kommt der erste ernste Teil: Unterordnung und Leinenführigkeit mit Elementen aus der Begleithundeprüfung. Fuss, Kehre, Sitz, Platz, die letzten beiden auch aus der Bewegung, sowie eben auch die Ablage über länger werdende Abstände.

Spiel und Kontakt zu anderen Hunden

Wenn Gil dann eingenordet ist, spielen wir ein wenig. Spielerisch werden auch hier Kommandos eingebaut, die direkt mit ausgelassenen Spieleinlagen belohnt werden. So baue ich meistens auch neue Kommandos auf, bis ich sie dann im Arbeitstraining verfeiner.

Trainingseinheit 1

Erst jetzt kommt nach einem erneuten 5 minütigen Fussweg zum wieder runterkommen die erste Trainingseinheit mit Dummy. Wobei ich sehe darauf achte, dass die Aufgaben variiereb, da Gil schnell das Interesse verliert, wenn sich Aufgaben zu oft direkt wiederholen.

Zur Zeit übe ich mit ihr das Voran, die Freiverlorensuche, viel Steadiness mit Ablage und fliegenden Dumms, Markierungen, Stopppfiff, sowie die ersten kleinen Übungen in der Einweisung.

Je nach persönlicher Einschätzung des Bedarfes und je nach Gil’s Verfassung setze ich verschiedene Schwerpunkte. Wie beenden das Training immer mit einer erfolgreichen Aufgabe.

Freies Spiel

Zur Auflockerung und zur Belohnung gibt es wieder eine ausgelassene Spielsession, nach dem zuvor beschriebenen Muster.

Unterordnung und Leinenführigkeit

Und zur Disziplinierung vor der dem nächsten Dummytraining, werden nach dem selben Schema, wie oben beschrieben Unterordungsaufgaben eingebaut.

Trainingseinheit 2

Auch die zweite Einheit Dummytraining ist identisch aufgebaut zur ersten, jedoch werden auch hier wieder die Aufgaben und das Gelände stark variiert. Ich mache zwischendurch auch gerne für Gil überraschend einfache Aufgaben, um die Spirale des Schwierigkeitsgrades nicht übertrieben hoch zu drehen.

Freies Spiel

Zur Belohnung gibt es wieder eine große Portion Spiel und Spass. Ich probiere jetzt gerne spielerisch nochmal neue Kommandos aus, weil Gil an diesem Punkt auch meistens etwas ruhiger und weniger wild ist.

lockerer Heimweg

Auf dem Heimweg achte ich darauf, dass Gil wieder runter fährt, sich frei bewegen kann. Außerdem versuche ich jetzt nochmal genau zu beobachten, ob Gil mit der Trainingsintesität über- oder unterfordert ist.

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