Dummy – Trainingsaufbau – Teil 1 Struktur

Einleitung

Das Jahr hat gerade begonnen und schon geht es mit dem Training wieder los. Nach einem teilweise chaotischem Jahresende 2010 für die ganze Familie, sind wir bemüht das neue Jahr aktiv zugestalten und für klare Strukturen zu sorgen. Dies spiegelt sich auch in der Trainingsgestaltung von wieder.

Mit einem regelmäßigen, systematischen und abwechslungsreichen Training konnten wir schon zeitweise im letzten Jahr erheblich bessere Ergebnisse erzielen, was ja auch nicht weiter verwunderlich ist Icon Wink in Dummy - Trainingsaufbau - Teil 1 Struktur

Wochenplanung

Mit drei -Trainigseinheiten die Woche zeigte Gil die beste Leistung. So entstand der folgende Wochenplan für das Dummytraining:

Freitag – Dummytraining mit Norbert Theuerkauf

Bei Norbert genießen wir ein sehr indiduelles Training in einer kleinen Gruppe von maximal 6 Personen, wenn denn mal alle anwesend sind. Abwechsungsreiche Aufgaben in einem interessanten Gelände bringen uns eine große Freude an der Arbeit.

In sämtichen Aufgaben wird viel Wert auf Steadiness und Gehorsam (Unterordung) gelegt. Doch über die inhaltliche Gestaltung (Didaktik) möchte ich ein anderesmal berichten.

Die Vorgehensweise (Methodik) besteht aus praktischen Übungen einzeln, paarweise und in der Gruppe werden Aufgaben wiederholt und in der Wiederholung vom Schwierigkeitsgrad und der Intesität variiert.

Ein wesentlicher Bestandteil der Wirksamkeit ist meines Erachtens auch das Training in der Gruppe, mit Workshop flaire. Zum Einen gilt hier der alte Handwerkerspruch aus der Lehre:

“Am besten klauen kannst du mit den Augen“.

Zum Anderen ist der Blick und die Kritik von außenstehenden Personen ein wichtiger Aspekt um die Selbstwahrnehmung zu schulen. Viele Dinge, gerade im eigenen Bewegungsablauf des Hundeführers, geschehen unterbewusst und werden selbst gar nicht oder anders wahrgenommen.

Außerdem trifft man in der Gruppe immer wieder auf Leidensgenossen, die ähnliche Probleme haben oder hatten. Der rege Austausch über die vielseitigen Möglichkeit der Trainingsvariationen und dem emotionalen Umgang mit Misserfolgen, machen dieses Training so wertvoll.

Montag und Mittwoch

An diesen Tagen wiederhole ich mit Gil Aufgabenstellungen von freitags und arbeite an Schwachpunkten, teilweise hole ich mir hierzu auch Anregungen aus diverser Literatur und Medien. Ich lasse aber auch Einflüsse aus anderen Workshops einfließen oder probiere eigene Ideen aus. Bei diesen Trainingseinheiten bin ich mit Gil alleine unterwegs, so dass keine Ablenkung durch die Familie zu erwarten ist.

Trainingsaufbau

Im folgenden werde ich kurz den Aufbau des eigenen Einzeltrainings skizzieren. Auch hier soll es erstmal nur um Strukturen und nicht um detailierte Inhalte gehen. Das Training dauert je nach Intensität zwischen 1,5 und 2,5 Stunden, in seltenen Fällem auch drei Stunden. Ich bemühe mich die Wegstrecken (ca. 5 bis 10 km) von Training zu Traing zu wechseln. Jedoch verwende ich für die Trainingseinheiten zur Zeit immer die gleichen Wiesen. Der freie Kontakt zu anderen Hunden findet ausschließlich auf den ausgewiesenen Hundefreilaufflächen außerhalb der Arbeisphasen  statt.

lockerer Aufbruch

Die ersten 10-15 Minuten gehen wir einfach spazieren. Gil darf sich frei bewegen und herum schnuppern. Langsam führe ich sie in die Unterordung über und gebe mit der Hundepfeife die ersten Kommandos, die mit Leckerchen positiv verstärkt werden.

Unterordnung und Leinenführigkeit

Schließlich kommt der erste ernste Teil: Unterordnung und Leinenführigkeit mit Elementen aus der Begleithundeprüfung. Fuss, Kehre, Sitz, Platz, die letzten beiden auch aus der Bewegung, sowie eben auch die Ablage über länger werdende Abstände.

Spiel und Kontakt zu anderen Hunden

Wenn Gil dann eingenordet ist, spielen wir ein wenig. Spielerisch werden auch hier Kommandos eingebaut, die direkt mit ausgelassenen Spieleinlagen belohnt werden. So baue ich meistens auch neue Kommandos auf, bis ich sie dann im Arbeitstraining verfeiner.

Trainingseinheit 1

Erst jetzt kommt nach einem erneuten 5 minütigen Fussweg zum wieder runterkommen die erste Trainingseinheit mit Dummy. Wobei ich sehe darauf achte, dass die Aufgaben variiereb, da Gil schnell das Interesse verliert, wenn sich Aufgaben zu oft direkt wiederholen.

Zur Zeit übe ich mit ihr das Voran, die Freiverlorensuche, viel Steadiness mit Ablage und fliegenden Dumms, Markierungen, Stopppfiff, sowie die ersten kleinen Übungen in der Einweisung.

Je nach persönlicher Einschätzung des Bedarfes und je nach Gil’s Verfassung setze ich verschiedene Schwerpunkte. Wie beenden das Training immer mit einer erfolgreichen Aufgabe.

Freies Spiel

Zur Auflockerung und zur Belohnung gibt es wieder eine ausgelassene Spielsession, nach dem zuvor beschriebenen Muster.

Unterordnung und Leinenführigkeit

Und zur Disziplinierung vor der dem nächsten Dummytraining, werden nach dem selben Schema, wie oben beschrieben Unterordungsaufgaben eingebaut.

Trainingseinheit 2

Auch die zweite Einheit Dummytraining ist identisch aufgebaut zur ersten, jedoch werden auch hier wieder die Aufgaben und das Gelände stark variiert. Ich mache zwischendurch auch gerne für Gil überraschend einfache Aufgaben, um die Spirale des Schwierigkeitsgrades nicht übertrieben hoch zu drehen.

Freies Spiel

Zur Belohnung gibt es wieder eine große Portion Spiel und Spass. Ich probiere jetzt gerne spielerisch nochmal neue Kommandos aus, weil Gil an diesem Punkt auch meistens etwas ruhiger und weniger wild ist.

lockerer Heimweg

Auf dem Heimweg achte ich darauf, dass Gil wieder runter fährt, sich frei bewegen kann. Außerdem versuche ich jetzt nochmal genau zu beobachten, ob Gil mit der Trainingsintesität über- oder unterfordert ist.

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